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Offene Fragen

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Martin Werdecker
Wir beraten Sie gerne!

  • 1. Ist die Betreuungsassistentenausbildung nach §87b Abs. 3 SGB XI noch gültig?

    Mit Inkrafttreten des Pflegestärkungsgesetzes (PSG) II zum 1. Januar 2017 wurde die zusätzliche Betreuung, die bis Ende des Jahres 2016 im § 87b SGB XI geregelt wurde, in den § 43b SGB XI überführt. Hier wird auch die Aus- und Weiterbildung geregelt. Alle Betreuungsassisteneten, die nach dem alten Gesetz ihre Ausbildung absolviert haben, behalten automatisch ihren Status.

  • 2. Welche typischen Aufgaben hat ein Betreuungsassistent

    Die möglichen Aufgaben eines Betreuungsassistenten umfassen

    • Sozial- betreuerische Begleitung von älteren Menschen und Menschen mit Demenzerkrankung.
    • Individuelle Entlastung der pflegenden Angehörigen bzw. des Pflegepersonals in stationären Einrichtungen.
    • Eine Verbesserung des Wohlbefindens der Betroffenen und deren Angehörige, und der Unterstützung der  ambulanten Versorgung zu Hause.
    • Unterstützung für alleinstehende Menschen ohne soziale Kontakte, mit ihnen gemeinsam Mahlzeiten bereiten, Begleitung bei Einkäufen und Freizeitaktivitäten, alte Hobbys wieder aufleben lassen, Zuhören, Vorlesen, gemeinsam etwas tun.
    • Beschäftigungsangebote speziell und individuell erstellen für Menschen mit Demenz. (Lebens-, Freizeit-und Alltagsgestaltung).
    • Durch Biografiearbeit vorhandene Fähigkeiten erkennen und den Menschen hierbei fördern, aktivieren und motivieren. 
  • 3. Wie lange dauert die Ausbildung?

    Die Ausbildung gliedert sich in 3 Module. 

    Modul 1:   160 Schulstunden Grundkenntnisse über Pflege und Betreuungsarbeit (8 Wochen Vormittag- oder Abendlehrgang)

    Modul 2:   80 Stunden Praktikum in einer stationären- oder ambulanten Einrichtung (4 Wochen)

    Modul 3:   80 Schulstunden Aufbaumodul zur zusätzlichen Betreuungskraft im Pflegeheim. (Theorie 4 Wochen Vormittag- oder Abendlehrgang)

  • 4. Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen, um an der Qualifizierungsmaßnahme zur zusätzlichen Betreuungskraft nach §§ 43b, 53c SGB XI teilzunehmen?

    Konkrete Zugangsvoraussetzungen für Betreuungskräfte gibt es nicht. Der Gesetzgeber fordert jedoch eine persönliche Eignung der Personen, die sich für die Fortbildung entscheiden. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf den Sozialkompetenzen. Hierzu zählen kommunikative Kompetenzen, die Fähigkeit zur Empathie und eine positive Grundeinstellung gegenüber psychisch erkrankten Menschen. Zudem wird ein hohes Maß an Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit und Belastbarkeit gewünscht. Diese Eignung muss in einem 40-stündigen Orientierungspraktikum festgestellt werden.

  • 5. Welche finanziellen Fördermöglichkeiten gibt es?

    Der DRK-Kreisverband Fulda ist nach AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) zertifiziert. Liegen die individuellen Voraussetzungen vor, können die Lehrgangsgebühren von der Bundesagentur für Arbeit, den Jobcentern oder anderen Kostenträgern, wie z. B. dem Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD), den Berufsgenossenschaften oder Rentenversicherungsträgern (DRV) übernommen werden. 

    Weitere Möglichkeiten sind 50% Förderung durch Qualitätsscheck bzw. Bildungsprämie WeGeBau Förderung ist ebenfalls möglich!

    Natürlich bieten wir auf Wunsch auch Ratenzahlung an.

  • 6. Wie sind meine Chancen nach meiner Ausbildung eine Anstellung zu bekommen?

    Durch den Rückgang der Geburtenrate und die steigende Lebenserwartung ist der Bedarf an Pflege  und Betreuungspersonal kaum noch zu stemmen. Aus diesem Grund sind die Chancen nach der Qualifikation zur zusätzlichen Betreuungskraft, eine Anstellung zu bekommen, ungebrochen hoch. 

  • 7. Warum muss ich ein Vorpraktikum machen?

    Der Gesetzgeber fordert eine persönliche Eignung der Personen, die sich für die Qualifizierung zur zusätzlichen Betreuungskraft im Pflegeheim entscheiden. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf den Sozialkompetenzen. Hierzu zählen kommunikative Kompetenzen, die Fähigkeit zur Empathie und eine positive Grundeinstellung gegenüber psychisch erkrankten Menschen. Zudem wird ein hohes Maß an Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit und Belastbarkeit gewünscht. Diese Eignung muss in einem 40-stündigen Orientierungspraktikum festgestellt werden.

  • 8. Ich kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Pflege arbeiten. Wie würde meine Weiterbildung zum Betreuungsassistenten aussehen?

    Diese Weiterqualifizierung lässt sich relativ schnell verwirklichen.

    Die Schulung dauert 4 Wochen. Nähere Infos gibt es hier.

  • 9. Welche Eigenschaften sollte ich mitbringen, um ein guter Betreuungsassistent zu werden?

    Ich sollte über eine hohe Sozialkompetenz verfügen. Hierzu zählen kommunikative Kompetenzen, die Fähigkeit zur Empathie und eine positive Grundeinstellung gegenüber psychisch erkrankten Menschen. Zudem wird ein hohes Maß an Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit und Belastbarkeit gewünscht.

  • 10. Wo überall werden Betreuungsassistenten eingesetzt?

    Die möglichen Tätigkeitsfelder für Betreuungsassitenten befinden sich in der

    • Tagespflege
    • Kurzzeitpflege
    • Stationäre Pflege (Wohngruppen / Hausgemeinschaften)
    • Ambulante Pflege
    • im betreuten Wohnen
    • zur Entlastung pflegender Angehöriger
    • im Rahmen der Nachbarschaftshilfe
  • 11. Muss ich mein erlangtes Wissen regelmäßig wieder auffrischen?

    Um den hohen Anspruch an die Betreuungsassistenten gerecht zu werden, hat der Gesetzgeber die regelmäßige Fortbildung von jährlich mindestens 16 Unterrichtsstunden vorgeschrieben, in denen das Wissen aktualisiert wird und eine Reflexion der beruflichen Praxis eingeschlossen ist. 

    Rechtliche Grundlagen

    Um die Gültigkeit des Zertifikates Betreuungskraft zu erhalten, muss jährlich eine zweitägige Nachschulung absolviert werden.

    Richtlinien nach §  53c SGB XI zur Qualifikation und zu den Aufgaben von zusätzlichen Betreuungskräften in stationären Pflegeeinrichtungen (Betreuungskräfte-RL) vom 19. August 2008 in der Fassung vom 23. November 2016.

  • 12. Wo ist der Unterschied zwischen dem Alltagsbegleiter, der zusätzlichen Betreuungskraft, dem Betreuungsassistenten und der Präsenskraft?

    Bei allen vier Begriffen geht es um die Arbeit mit Menschen, um die psycho-soziale Betreuung zu fördern. Ein Alltagsbegleiter unterstützt und betreut pflegebedürftige Menschen. Die Qualifizierung der  Betreuungskraft wurde im Rahmen des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes 2008 neu geschaffen. Der Personenkreis, der nach den Richtlinien die im §§ 43b, 53c SGB XI festgeschrieben sind ausgebildet wurden dürfen sich "zusätzliche Betreuungskraft im Pflegeheim" nennen. Das Berufsbild nennt sich Betreuungsassistent. Alltagsbegleiter ohne diese Qualifizierung sind die sogenannten Präsenzkräfte.